Verbraucherinsolvenz

Scheitert der außergerichtliche Schuldenbereinigungsversuch, können Sie den Antrag auf Eröffnung des gerichtlichen Verbraucherinsolvenzverfahrens stellen. Dieser wird sinnvollerweise mit dem Antrag auf Restschuldbefreiung und dem Antrag auf Kostenstundung verbunden.

Verbraucherinsolvenzverfahren

In 3 Schritten zur gerichtlichen Restschuldbefreiung

1. Gerichtlicher Schulden-bereinigungsversuch

Mit dem Eingang des Insolvenzantrags, des Antrags auf Restschuldbefreiung und des Kostenstundungsantrags prüft das Gericht anhand unseres Schuldenbereinigungsplans und Ihrer Angaben im Insolvenzantragsformular etwaige Möglichkeiten eines gerichtlichen Schuldenbereinigungsversuchs, lehnt diesen aber regelmäßig ab, so dass unmittelbar das vereinfachte Verbraucherinsolvenzverfahren eröffnet werden kann.

2. Insolvenzverfahren

Mit dem Eröffnungsbeschluss bestellt das Insolvenzgericht einen Treuhänder, der für die Verwaltung der Insolvenzmasse zuständig ist. Meist beschränkt sich dessen Tätigkeit darauf, die an ihn abgetretenen pfändbaren Bezüge auf seinem Anderkonto zu sammeln und an die Gläubiger auszukehren sowie in festgelegtenm Turnus dem Gericht Bericht zue rstatten über den Fortgang des Verfahrens. Der Treuhänder prüft im eröffneten Insolvenzverfahren zusätzliche Pfändungsmöglichkeiten (Pkw, Erbschaften etc.) und zieht anfallende Erbschaften zur Insolvenzmasse ein. Die Zahlung der Jahresgebühr (mindestens € 100 zzgl. USt.) ist zwingende Voraussetzung, um später die Restschuldbefreiung zu erhalten.

3. Restschuldbefreiungsphase

Nach Abschluss des Insolvenzverfahrens sind Sie verpflichtet

  • für einen bestimmten Zeitraum von drei bis zu sechs Jahren seit Verfahrenseröffnung die pfändbaren Bezüge an den Treuhänder abzuführen,
  • sich um zuzmutabre Arbeit aktiv zu bewerben und
  • dürfen keine Altgläubiger mehr bedienen.

Legen Sie als redlicher Schuldner solcherart Wohlverhalten an den Tag wird Ihnen am Ende die Restschuldbefreiung per Gerichtsbeschluss erteilt. Erbschaften haben Sie in der Restschuldbefreiungsphase aber nur noch zur Hälfte an den Treuhänder herauszugeben.


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